Im Moment sein – Meditieren im Lärm einer Großstadt

Im moment sein - Meditation im Alltag

Meditation im Alltag – Umweltmeditation

An einem stillen See oder zum Rauschen eines Bach’s zu meditieren, ist für viele die Idealvorstellung eines passenden Ortes für Meditation. In unserer mitunter lauten und reizüberfluteten Umgebung hingegen scheint es unmöglich, in Meditation gehen zu können. Doch hinter dem Lärm einer Großstadt versteckt sich ein enormes  Entwicklungspotential für uns: die jeweilige Umgebung anzunehmen und im Moment sein mit dem, was gerade ist. Denn der äußere Lärm ist auch Ausdruck für unserern inneren Lärm – dem Lärm all unserer Gedanken, derer wir uns die meiste Zeit gar nicht bewusst sind.

„Die Umwelt wahrnehmen“

„Meditation im Alltag ist das was Euch am Herzen liegen sollte. Wege zu erkunden, die Euch tief mit Eurem Inneren verbinden, ohne dabei die Umgebung auszuschließen. Es gibt vielerlei Methoden, um diesem Ideal näherzukommen. Eine davon werden wir Euch jetzt vorstellen.

Das A und O jeder Meditation ist die Versenkung. Versinken in sich selbst oder verschmelzen mit dem was um sich herum geschieht.
Die Umwelt wahrnehmen.
Wahrnehmen und in sich aufsaugen.
In Einklang gelangen und das annehmen, was im Moment präsent ist.

Das können alle möglichen Dinge sein: Straßenlärm, Verkehrsgeräusche, Abschleppwagen, Verbotsschilder, Klingeltöne, Vorschlaghammer, kommerzielle Werbeplakate, Donnerwetter, klaustrophobische Anwandlungen, Luftverschmutzung.

Vieles davon begegnet Euch Tag für Tag in Eurem Leben. Das meiste davon möchtet Ihr nicht sehen, nicht hören und auch nicht wahrnehmen. All das soll nicht sein. Ihr mögt diese Dinge nicht leiden. Doch Ihr seid Teil dieser Welt und die Umwelt ist ein Teil von Euch. Wenn Ihr Euch ständig flieht aus dieser Umwelt, findet Ihr Euch in einem Dauerkonflikt wieder. Ihr seid hier, aber trotzdem wollt Ihr lieber an anderen Orten sein.

Kein hier.
Kein jetzt.
Anhalten und stehenbleiben.
Bleibt am Ort.
Geht nicht weg.

Lasst alle Sinne ankommen. Dort, wo Ihr gerade seid.
Lauft nicht fort, sondern bleibt in der Wahrnehmung.
Wahrnehmen was ist.

„Öffnet die Schatztruhe der Wirklichkeit“

Keine Fluchtversuche. Kein Wegrennen.
Hierbleiben.
Zusehen und zuhören.
Auf sich wirken lassen.

Nicht bewerten. Annehmen.
Fühlen.
Das ist Eure Realität. Ihr habt sie Euch ausgesucht.

Nehmt diese Realität an. Meditiert in diesem Feld. Dieses Feld ist die momentane Wirklichkeit. Es gibt keine andere, außer die, die gerade im Moment präsent ist.

Präsent sein im Moment. Da sein im Moment. Wirklichkeit erfahren. Wirklichkeit erleben.
Im Moment sein.
Genießt die Wirklichkeit, die im Moment gerade präsent ist. Lasst sie an Euch heran. Sie ist ein Kleinod, das es zu entdecken gilt.
Öffnet die Schatztruhe der Wirklichkeit. Seht Euch das Gold an, das sich darin befindet.

„Lärm ist ein wertvolles Hilfsmittel“

Lärm ist Klang.
Lärm hat Schwingung.

Lasst Euch nicht aus der Ruhe bringen und findet Ruhe im Lärm. Verbindet Euch mit seinem Klang und zerlegt ihn in seine Bausteine. Versucht ihn aufzuspalten und hört genau zu, wie er beschaffen ist.

Lärm ist ein wertvolles Hilfsmittel, um sich mit dem zu beschäftigen, was Eure Zeit mit sich bringt. Äußerer Lärm ist auch Ausdruck Eures inneren Lärms. Der Lärm Eurer Gedanken ist Euch nicht so bewusst, als dass Ihr ihn beständig wahrnehmen könntet. Die Gedanken pochen in Euch wie ein Presslufthammer. Aber den Lärm dieses Presslufthammers könnt Ihr meist nicht hören. Ihr habt Euch so daran gewöhnt, dass es normal für Euch geworden ist.

Die Gedanken martern Euch, ohne dass Ihr wirklich daran teilhabt. Sie berieseln Euch die ganze Zeit. Wenn Ihr also mit dem Lärm der Außenwelt in Verbindung tretet, tretet Ihr auch mit Eurem inneren Lärm in Verbindung.

Er wird Euch bewusst. Ihr könnt ihn hören.
Lasst ihn zu und entspannt Euch.
Wahrnehmen. Annehmen. Loslassen.

Loslassen. Immer weiter loslassen.
Lockern. Entspannen. Ausatmen.

Entspannung kommt aus dem Inneren. Äußeres Geschehen ist nicht verantwortlich für die innere Ruhe. Die Ruhe in Euch selbst. Diese Ruhe müsst Ihr selbst finden. Diese Ruhe geschieht aus einem Geschehen lassen heraus. Aktivität erzeugt Unruhe. Passivität bringt Euch näher zu Eurem Kern. Lasst die Dinge zu und entspannt Euch.

Lasst den Atem tiefer werden.
Lasst ihn los.
Lasst ihm Raum.
Er beruhigt sich, wenn Ihr im Loslassen seid.

 

Dann kehrt Frieden ein.
Dann seid Ihr im Moment.
Im Frieden mit sich und dem was ist.

SOLIA

 

Im Moment sein: Medial übermittelt von Stefan Schmid am 22.4.2019. Dieser Text steht zur freien Nutzung zur Verfügung. Veröffentlichung nur möglich unter folgender Quellenangabe: SOLIA – www.solia-channeling.de – Stefan Schmid
Änderungen des Textes sind nicht erlaubt.

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Im Moment sein – Umweltmeditation